Monday, 2. november 2009
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22:34
Gesprächsrunde zu den Vorfällen beim FC St.Pauli
Am heutigen Montag, dem 02.11.09, trafen sich Vertreter des Dachverbandes, des FC Energie Cottbus, des Fanprojekts Cottbus und der aktiven Fanszene zu einer Gesprächsrunde zu den Vorfällen während
unseres Auswärtsspiels beim FC St. Pauli.
Wichtigstes Thema waren die Konsequenzen, welche wir gemeinsam daraus ziehen müssen.
Wir dürfen alle gemeinsam nicht zulassen, dass sich irgendwann jemand schwer verletzt oder im schlimmsten Fall in den Flammen umkommt. Da gibt es auch keine zweite Meinung, Pyrotechnik ist im
Stadion verboten. Zu diesem Thema gab es eine sehr deutliche Ansprache vom Sicherheitsbeauftragten des FCE, Andre Waiß.
Es wurde von allen bestätigt, dass vor allen Dingen eine einige Fanszene von Jung bis Alt, von Normalo bis Ultra, von Allesfahrer bis Gelegenheitszuschauer dafür sorgen kann, dass es für solche
Individuen in Zukunft unattraktiv wird sich bei uns in der Kurve aufzuhalten.
Dafür stehen wir als Dachverband, genauso wie alle anderen Beteiligten an der Gesprächsrunde.
Als erste Konsequenz wurde von Vereinsseite angekündigt den Kartenvorverkauf für die nächsten Auswärtsspiele, insbesondere beim FC Union Berlin, zu verschärfen. Vorschläge zum Ablauf gab es
diesbezüglich im Vorfeld auch von uns. Die genauen Details zum Ablauf des Vorverkaufs können wir im Laufe der Woche erwarten. Wir wollen sicher stellen, dass sich nicht wieder eine so geballte
Anzahl an Chaoten in unserem Gästeblock befindet. Alle Entscheidungsträger sind sich bewusst, dass auch diese Regelung bei einigen Fans für Unmut sorgen wird, aber das ist leider nicht zu
vermeiden.
Eine klare Ansage gab es vom Verein, dass man in Zukunft nicht davor zurück schrecken wird die jetzt bestätigten Vorgehensweisen bei bundesweiten Stadionverboten auch anzuwenden.
Das bedeutet im Klartext, dass auch unbeteiligte Mitglieder einer für Störungen bekannt gewordenen Gruppe ein bundesweites Stadionverbot bekommen können.
Fasst euch bitte selbst an die Nase und überlegt ob ihr euch oder euren Freunden das antun wollt. Sorgt in eurer Gruppe für Ruhe. Wir setzen da voll auf den Selbstreinigungsprozess in der Fanszene.
Was passiert wenn das nicht funktioniert wollen wir uns gar nicht vorstellen.
Uns als Dachverband wird dieses Thema sicher jetzt häufiger beschäftigen. Wir wollen dafür sorgen, dass es nur bei wirklich begründeten Fällen zu dem oben genannten Szenario kommt.
Wir appellieren hiermit an den Verein von dieser Strafmöglichkeit nur mit Besonnenheit und im Einzelfall Gebrauch zu machen.
Zu den aktuellen Vorfällen werden die vorliegenden Beweisstücke derzeit im Verein ausgewertet. Mit ziemlicher Sicherheit wird es auch hier noch zu persönlichen Strafen für einige der Chaoten
kommen.
Ein Hinweis noch in eigener Sache: Wir bitte alle uns angeschlossenen Fanclubs sich beim nächsten oder übernächsten Heimspiel an der Fanbude einzufinden. Auch Neumitglieder sind natürlich
willkommen.
Jens Petereins
EnergieSupporters e.V.
Dachverband der Energiefans