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Wednesday, 19. may 2010 3 19 /05 /Mai /2010 16:38

Sport Frei! Anbei die beiden Anträge auf Abstimmungsverhalten, welche durch Vertreter des Dachverbands am 12.05.2010 beim Verein zur Behandlung in der Mitgliederversammlung am 11.06.2010 eingereicht wurden:



Antrag zum Abstimmungsverhalten der Vereinsführung


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantragen die beiden Mitglieder des FC Energie Cottbus e.V.

 

- Sven Fischer, geb. am ***

- André Roßeck, geb. ***

im Auftrag des „Dachverbandes der Energie-Fans“ bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung 2010 eine Abstimmung zu den Themen „50+1- Regelung“ und „Fanfreundlichere Anstoßzeiten“.

Ziel dieser Abstimmung ist der Auftrag an den Vereinsvorstand respektive deren berechtigten Vereinsvertretern, bei zukünftigen Abstimmungen innerhalb wie außerhalb des Wirkungsbereiches der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Beibehaltung der 50+1-Regelung sowie für fanfreundlichere Anstoßzeiten zu votieren. Im Wortlaut:

Der Vereinsvorstand respektive deren berechtigten Vereinsvertretern werden beauftragt, bei zukünftigen Abstimmungen innerhalb wie außerhalb des Wirkungsbereiches der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Beibehaltung der 50+1-Regelung sowie für fanfreundlichere Anstoßzeiten zu votieren.

 

Begründung:

 
50+1  Regelung:

 

Diese Regelung besagt, dass z.B. bei aus dem Verein ausgegliederten Profiabteilungen immer 50% der Anteile plus ein zusätzlicher beim Mutterverein verbleiben müssen. Durch die Abschaffung dieser Regel sehen die Mitglieder des Dachverbandes der Energie-Fans die Gefahr, dass Wirtschaftsunternehmen die Möglichkeit hätten ausgegliederte Profiabteilungen komplett zu übernehmen. Obgleich momentan die aktuelle Rechtsform des FC Energie Cottbus als eingetragener Verein eine solche Übernahme durch Wirtschaftsunternehmen nicht zulässt, wollen wir damit, auch aus Solidarität zu anderen Vereinen, unseren Anteil daran leisten, dass die 50+1 Regel in Deutschland generell erhalten bleibt um Zustände wie in anderen Ländern zu verhindern.
Durch riskante und ruinöse Geschäfte eines fremden Investors, könnte der gesamte Verein in seinem Bestand gefährdet werden. Traurige Beispiele sieht man z.B. in England, wo nicht wenige Klubs von der Bildfläche verschwunden oder hoch verschuldet sind. Ähnlich ist die Situation in Spanien und Italien, wo kurzfristige Erfolge teuer erkauft wurden und sich erdrückende Schuldenberge auftürmen. Die Klubs sind im Besitz von Milliardären oder Wirtschaftsunternehmen, welche jedoch nicht als Mäzen mit dem Herzen engagiert sind, sondern ihre Beteiligung als scharf kalkuliertes Investment betrachten. Der Klub verkommt zum Spekulationsobjekt für internationale Finanzjongleure, ohne dass Fans oder Vereinsmitglieder noch Einfluss ausüben könnten. Bisher ist die 50+1 Regel in den Statuten des DFB und der DFL verankert, Diskussionen über ihre Abschaffung sind in den letzten Jahren aber mehrfach geführt worden.

 

Daher möchten wir, als Vertreter des Dachverbands der Energie-Fans, die Vereinsvertreter damit beauftragen, bei allen zukünftigen Abstimmungen für die Beibehaltung der 50+1-Regelung zu votieren.

 

 

Für fanfreundlichere Anstoßzeiten:

 

Der momentan bestehende Fernsehvertrag mit „Sky“ mitsamt seinen sehr ungünstigen Anstoßzeiten ab 13:00 Uhr läuft noch bis 2013. So lange wird es gerade im Unterhaus der Bundesliga noch zu Spielen zur Mittagszeit kommen. Der FC Energie Cottbus e.V. und seine Fans leiden im Besonderen darunter. Das Einzugsgebiet rund um Cottbus ist dünn besiedelt und mehr als die Hälfte der Zuschauer nimmt eine längere Anreise in Kauf. Bei Spielen um 13:00 Uhr heißt das, dass dieser Termin sogar mit dem Familienmittagessen kollidiert. Für viele Familien sind die Wochenenden jedoch ohnehin die einzigen gemeinsamen Tage der Woche. Weiterhin sind viele Sportinteressierte die unsere Heimspiele besuchen Hobbyfußballer, welche an Wochenenden in ihren Ligen selbst Fußball spielen und sich zwischen dem eigenen Spiel und einem Stadionbesuch in Cottbus entscheiden müssen. Dies ist gleichbedeutend mit realen Einbußen bei den Zuschauereinnahmen, auch dass hierbei weniger Fans zu den Spielen und weniger Stimmung ins Stadion kommen ist mittlerweile bittere Realität. Auch unsere treuen Auswärtsfahrer, der FC Energie hat geografisch bedingt die weitesten Wege zu Auswärtsspielen, müssen um ein Spiel um ein Uhr zu erreichen mitunter schon kurz nach Mitternacht losfahren.

Daher muss das Ziel für einen zukünftigen Fernsehvertrag sein, an Wochenenden nicht vor 15 Uhr anzustoßen. Auswärtspartien an Freitagen und Montagen sollten ausnahmslos zwischen Vereinen mit Anreiseradien von max. 300km ausgespielt werden, so wie es ursprünglich auch vereinbart war.

 

Der Fernsehvertrag wird in 2013 wieder neu ausgehandelt. Die Vertreter des FC Energie Cottbus e.V. sollen damit beauftragt werden, bei Gesprächen und Abstimmungen oben genannte Punkte zu vertreten.


 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Sven Fischer                                                                                                  André Roßeck

von Sven Fischer
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Friday, 16. april 2010 5 16 /04 /Apr. /2010 15:48

Diesen Brief wollen wir euch nicht vorenthalten. Lest selbst:

 

Offener Brief zum Ordnungsdienst des FC Energie Cottbus an DFL und DFB Drucken E-Mail

Nachdem wir nun einige Tage lang Gedächtnisprotokolle von Betroffenen und Augenzeugen gesammelt hatten, haben wir heute Vormittag einen offenen Brief an die DFL und den DFB gesendet, der wie folgt lautet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten uns heute mit einem offenen Brief an Sie wenden, um auf eklatante Missstände beim Ordnungsdienst des FC Energie Cottbus hinzuweisen. Wir Fans von Fortuna Düsseldorf werden das Auswärtsspiel in Cottbus am 30. Spieltag der laufenden Saison wohl noch lange in negativer Erinnerung behalten - weniger aufgrund der Niederlage unserer Mannschaft als vielmehr aufgrund der Begleitumstände, auf die wir in der Folge detailliert eingehen möchten.

Bereits bei den Einlasskontrollen wurden wir von den Mitarbeitern des Ordnungsdienstes ungewöhnlich scharf und am Rande des Erlaubten kontrolliert. Zudem war bereits hier der Umgangston provokativ und unfreundlich. Wir zitieren aus einem uns vorliegenden Bericht:

Auf meine Frage. Ich zitiere: „wozu diese übertriebenen Kontrollen?“ bekam ich die dreiste und völlig unnötige Antwort: “weil Ihr aus dem Westen gerne Scheiße baut!“

Unrühmlicher Höhepunkt waren hierbei die zur polizeilichen Anzeige gebrachten Aussagen zweier Ordner, welche einen dunkelhäutigen Fan bei der Leibesvisitation beschimpften und beleidigten. Bereits vor der Kontrolle fielen einem anderen Fan die beiden Ordner durch die Konversation "Guck mal, da läuft ein Schwarzer!" - "Der Neger wird sich noch freuen!" auf. Ein eindeutiges Indiz für die Geisteshaltung dieser Personen.

In diesem und dem weiteren Verlauf fielen zahlreichen Fans zusätzlich Tätowierungen auf, welche unweigerlich darauf hindeuten, dass es sich bei einigen der Ordner um Personen aus der Hooligan- und/oder rechtsradikalen Szene handelt. So war zum Beispiel der Schriftzug "Kategorie D Ost-Berlin" offen sichtbar am Hals eines Ordners zu erkennen, was durch uns vorliegende Aussagen und Gedächtnisprotokolle gestützt wird. Außerdem sind Mitglieder des Ordnungsdienstes auf der Internetseite eines Magdeburger Hooligan-Labels ("adrenalin-magdeburg.de") zu erkennen, auf der sie unter anderem für T-Shirts mit der Aufschrift "Eastside Fightclub" oder "Sieg durch KO" posieren.

Auffällig war darüber hinaus das Tragen von Handschuhen mit besonders gepolstertem Handrücken aus dem Security-Fachbedarf, die für Einlasskontrollen in einem Fußballstadion sicherlich nicht zwingend benötigt werden.

Im Block wurden Zeugenaussagen zufolge bereits vor dem Spiel Fortuna-Fans von Mitgliedern des Ordnungsdienstes bespuckt.

Auch während des Spiels kam es zu nicht tolerierbaren Szenen und Übergriffen. So wurden beispielsweise mehrere Fans ohne Grund derart kräftig die Treppenstufen heruntergeschubst, dass sie beinahe gestürzt wären, was unter Umständen üble Verletzungen zur Folge gehabt hätte. Als die umstehenden Personen den Täter in einem Fall daraufhin zur Rede stellten, rechtfertigte sich dieser lediglich durch verbale Entgleisungen.

Inbesondere nach den Toren für Energie Cottbus kam es im Block während des Spiels zu weiteren Provokationen. So liegt uns ein Bericht vor, der Folgendes besagt:

Die vier Ordner haben [...] auch u.a. mich persönlich provoziert. Insbesondere nach dem ersten Führungstor von Cottbus drängte mich der Ordner mit der kahl geschorenen Glatze zur Seite und sagte zu mir: „Das hast Du Glück gehabt, Dicker – wenn wir verloren hätten, hätte ich Dich frisch machen müssen mit meinen Freunden“. Ich habe darauf erwidert, dass er wohl nur warte, schlagen zu dürfen. Darauf er: „Glaubst Du fette Sau eigentlich, dass ich meine Handschuhe umsonst angezogen habe?“

Nach dem zweiten Führungstor für Energie Cottbus freuten sich mehrere Ordner innerhalb unseres Gästeblocks sehr provozierend. Dabei wurden mehrfach die Mittelfinger in unsere Richtung ausgestreckt. Auch stellt sich die Frage, warum die im Block eingesetzten Ordner zu diesem Zeitpunkt die Kapuzen ihrer Pullover über den Kopf gezogen hatten. Dies ist durch Videoaufnahmen belegt. Ein Fan, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Block befand, diesen aber soeben wieder betreten wollte, wurde grundlos daran gehindert: Mehrfach wurde er die Aufgangstreppe heruntergeschubst und anschließend rüde des Stadions verwiesen. Ein Schlag konnte ebenfalls durch Videoaufnahmen dokumentiert werden.

Wie die Lausitzer Rundschau berichtete, hatte ein Ordner zwischenzeitlich eine Anzeige gegen einen Fortuna-Fan gestellt, weil dieser angeblich Reizgas eingesetzt haben soll. Diese Anzeige wurde aber ohne Angabe von Gründen mittlerweile wieder zurückgezogen. Wir sparen uns an dieser Stelle jeglichen Kommentar.

Die Stimmung unter den mitgereisten Fortuna-Fans war an diesem Nachmittag ausgelassen und fröhlich, kein Funken Aggression war zu spüren. Viele Fortuna-Fans kehrten im Gegenteil vor Anpfiff noch in diversen Cottbuser Gaststätten ein, wo es zu keinerlei Komplikationen kam. Auch der Spielverlauf und die eher enttäuschende Leistung der Mannschaft hätten daran nichts geändert. Verein, Mannschaft und Fans haben eine fantastische Saison hinter sich und das Verpassen des Aufstiegs, welcher selbst von den kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten wurde, kann diesen Eindruck nicht schmälern. Somit verhielten sich die Fortuna-Fans an diesem Nachmittag auch in keinster Weise provokant oder aggressiv, sondern die Aggressionen gingen ausschließlich vom Ordnungspersonal aus.

Das Vorgehen gegen friedliche Fortuna-Fans, insbesondere aber die Behandlung eines Menschen mit dunkler Hautfarbe, ist aus unserer Sicht nicht tolerierbar und sollte auch der DFL und dem DFB zu denken geben. Es genügt nicht, auf der einen Seite Flagge gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung zu zeigen (z. B. durch die Beteiligung an FARE oder die Gründung einer Stiftung mit den Kernzielen "Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung"), während auf der anderen Seite Ordnungsdienste, welche durch Vereine der obersten deutschen Spielklassen angestellt und legitimiert sind, offenkundig Hooligans und Neonazis beschäftigen, die obendrein leicht als solche zu erkennen sind (u. a. durch die oben beschriebenen und deutlich sichtbaren Tätowierungen).

Im Übrigen waren dies bei Weitem nicht die ersten Erfahrungen dieser Art, die wir Fortuna-Fans - vor allem beim Besuch von Auswärtsspielen im Osten der Republik, nicht selten aber auch in Westdeutschland - machen mussten. Generell sollten der DFB und die DFL daher unserer Ansicht nach mehr Druck auf die Vereine aufbauen, damit bei der Auswahl der Ordnungsdienste sowie deren Mitarbeitern "schwarze Schafe" ausgeschlossen werden können. Nicht selten führen nämlich Provokationen wie die beschriebenen zum Aufbau von Aggressionen auf beiden Seiten, die in einem Fußballstadion fehl am Platze sind.

Wir hoffen, durch diesen Brief einen Denkanstoß geliefert zu haben und fordern Sie auf, gemeinsam mit dem Verein FC Energie Cottbus entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand und Beirat des
Supporters Club Düsseldorf 2003 e.V.

von Sven Fischer
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Friday, 12. march 2010 5 12 /03 /März /2010 08:54
Am gestrigen Donnerstag trafen sich Vertreter des Marketings, der Gruppierungen CBR und UR, der Fanbeutreung und des Dachverbandes zu einer kleinen Diskussionsrunde in entspanntem Rahmen. Vorrangig ging es um das immer noch bestehende Problem der Zaunfahnenplätze.
Diese sind in Cottbus aufgrund der baulichen Beschaffenheit des Stadions sehr begrenzt.
Nach einer kurzen Erläuterung durch Ralf Lempke wurde schnell klar, dass alle Seiten einen Konsenz finden müssen und wollen, um auch die Sponsoren bzw. dessen Werbebanden nicht zu behindern. Mehrere Möglichkeiten wurden durchgesprochen, welche an dieser Stelle noch nicht veröffentlicht werden. Ein neuer Vorort- Termin für eine Gestaltung des Zaunbereiches  H- Block wurde schnell gefunden.
Ziel ist es zu Beginn der neuen Saison nicht nur den Stimmungsblock in die Mitte der Nordwand zu verlagern, sondern diesen Bereich auch optisch hervorzuheben. Ebenso gibt es Pläne für eine Selbstverwaltung der Eintrittskarten des H- Blocks, um bei Problemen selbstregulierend eingreifen zu können, aber auch hier sind noch viele Fragen offen.

Unter dem Strich war ein sehr gutes Miteinander statt dem üblichen Übereinander. Wir werden schauen, wie sich die Sache weiter entwickelt.
von Sven Fischer
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Friday, 5. march 2010 5 05 /03 /März /2010 11:42

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Ein Bericht vom gestrigen Fantreff mit dem Trainer Claus Dieter Wollitz:

"Nachdem Energies Pressesprecher Lars Töffling die Anwesenden im gut gefüllten VIP-Bereich des Stadions der Freundschaft begrüßt hatte und den Wunsch nach einer sachlichen Diskussion auf Augenhöhe verlauten ließ, begann eben jene mit der Frage an den Trainer Pele Wollitz, wo die Grenze zwischen erwünschter Kritik und unangebrachter Pöbelei seitens der Fans zu ziehen sei.
Pele verwies auf seine Erinnerung, als in Cottbus die Fans noch als fanatisch positives Publikum wie „eine Familie hinter der Familie“ standen. Er könne verstehen, dass die Fans in dieser schwierigen Phase enttäuscht sind, jedoch wünsche er sich die Kritik und die Diskussion erst nach dem Spiel. Während des Spiels gelte es, „die Ärmel hochzukrempeln“.
Er sehne sich danach, dass die Lausitz wieder als Gemeinschaft zusammen wachse, „Freude, Euphorie und Überzeugung“ sollen wieder in die Lausitz zurückkehren.
Für viele Fans gebe es eine riesige Diskrepanz zwischen den Aussagen des Trainers und dem Auftreten der Mannschaft auf dem Platz. Darauf angesprochen, sprach er von seiner Erkenntnis, dass einige Spieler sich dem Fußball nicht hingeben, doch erst mit Hingabe kann sich ein Konzept und ein System entwickeln. Er betont sein offenes Verhältnis zu den Spielern, seine Begeisterung ginge jedoch nicht vollständig auf die Spieler über. Des Weiteren erkenne Pele, dass der Stolz auf das, was der FCE bisher geschafft hat, vergessen werde und sprach von einer 1.-Liga-Verwöhntheit, womit er erklären wolle, dass auch die Fans etwas geben müssen und nicht nur fordern.
Auf die Frage, ob der Umbruch zu heftig stattgefunden hätte, entgegnete Wollitz, dass bei den oft angesprochenen Spielern Timo Rost und Mariusz Kukielka Dinge passiert wären, die der Verein nicht hätte dulden können und dass die in der Öffentllichkeit veröffentlichten Zahlen nicht selten nicht der Realität entsprächen. Pele spielte auch drauf an, dass auch bei einem Kukielka oder Rost die Identifikation nicht bewiesen sei, denn „in die Kurve rennen und das Vereinsemblem zeigen“ sei nicht alles. Wollitz zeigte Verbindungen zu Leipzig auf, wo die Spieler „nicht mit einem Porsche zum Training“ fahren könnten.
Er verstehe den Frust, jedoch gehöre es zum Fan-Sein, dass man auch in schwierigen Zeiten hinter dem Verein stehe. Sicher gehe es nicht ohne Kritik, auch intern gebe es riesigen Frust. Jedoch zeigte er am Beispiel von Mainz auf, wo trotz des Abstiegs der Verein gefeiert wurde, dass Kritik auch auf Augenhöhe stattfinden sollte.
Als der Vorwurf im Raum stand, dass Pele zwar ein toller Redner sei, man jedoch bisher kein System, keinen Fußball auf dem Platz sehe, erwiderte er, dass er den Nachwuchs in den Profifußball gebracht habe, er drei tolle Spieler (Dum, Brenzska, Kruska) geholt habe, die sich jedoch erst einmal auf die neue Situation fern von der Heimat einstellen müssten und dass er kein „Sprücheklopfer“ sei, er schäme sich jedoch nicht für seine Emotionen.
Er sei der Überzeugung gewesen, dass der Umbruch schneller hätte passieren sollen, dass aber eine positive Tendenz sichtbar sei. Er sprach von einer tollen Vorbereitung und bedauere seinen Spruch vom Aufstieg, der wirklich nur ein Spruch gewesen sei, zutiefst. Er könne die Angst einer Abwärts-Spirale und vor dem Gang in die 3. Liga verstehen, sei dennoch hoch motiviert, dass seine Mission in der Lausitz von Erfolg gekrönt werde. Er sei nicht bereit, Cottbus nach neun, zwölf Monaten zu verlassen, habe er doch Osnabrück trotz Familie freiwillig verlassen, um mit ehrlichen Leuten und tollen Fans zu arbeiten.
Von einer Besserung der Lage sei er überzeugt, das Potential sei da. Ob die Emotionalität die Spieler negativ beeinflusse, bezweifle er, nehme er sich doch in den entscheidenden Momenten zurück. Er werde jedoch „den Kopf trotz Windstoß hochhalten“.
Zu den Personalien ist zu sagen, dass in Hinblick auf den Mangel von Führungspersönlichkeiten „daran gedacht“ werde“, um fehlende Flügelspieler „kümmere ich mich“, so Wollitz.
Dass die Spieler nach dem Spiel oft gleich verschwinden, läge daran, dass sie nicht das abgerufen hätten, was sie sich vorgestellt und von sich selbst erwartet haben. Außerdem bauen die Fußballer in sich „immer gleich einen Druck“ auf, wohingegen Pele überzeugt sei, dass man sich in einem Heimspiel alles erlauben könne, sofern man alles gibt, der Erfolg käme von allein. Dieses Mentalitäts-Problem sei nicht von heute auf morgen zu lösen, wichtig sei aber die Überzeugung, dass man sich auf dem richtigen Weg befände.
Und so hätten Trainer und Mannschaft eine erneute Chance verdient, da „Angst ja bekanntlich der schlechteste Ratgeber“ sei.
Er habe die Probleme erkannt, aber diese wären im Winter nicht zu korrigieren gewesen, da die Priorität eindeutig auf solide Arbeit mit dem Vorhandenen anstatt einer ruinösen Transferpolitik gesetzt wurde.
Um den unbedingten Willen in die Köpfe der Spieler zu bekommen, lebe er dies vor, was im Training bereits Früchte trage, jedoch auf dem Platz noch abgerufen werden muss. Als These stellt Pele auf, dass vor der Fremdmotivation die Eigenmotivation kommt, ohne diese hat ein Antrieb von außen keine Chance.
Letztendlich bleibt aber zu vermerken, dass sich Pele Wollitz auf die Begegnung mit Hertha BSC nächste Saison freut."


Bianca Koch
Fanclub "Ostfeuer 09" (http://ostfeuer.npage.de)


Übrigens - Der Dachverband ist nunmehr auch über Twitter "verfolgbar":
http://twitter.com/Dachverband_FCE

von Sven Fischer
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Wednesday, 10. february 2010 3 10 /02 /Feb. /2010 18:31

... wir unterstützen den Aufruf des CBR bezüglich einer gemeinsamen Lösung für die aktuell vorherrschenden Probleme mit der Stimmung auf der Nordwand.
Es wird in diesem Zusammenhang auf der Nordwand nach dem Spiel gegen den SC Paderborn ein Fanforum geben. Wenn Genaueres feststeht, informieren wir euch darüber!

ffanblock
von Sven Fischer
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